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Bevölkerung und Fläche Padingbüttel
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Jahr |
Bevölkerung |
Fläche (km2) |
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1964 |
595 |
- |
|
1978 |
613 |
9,38 |
|
1988 |
595 |
- |
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1991 |
581 |
9,43 |
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1992 |
569 |
9,43 |
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1993 |
549 |
9,42 |
|
1994 |
574 |
- |
|
1995 |
546 |
- |
|
1996 |
555 |
9,42 |
|
1997 |
527 |
9,42 |
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1998 |
534 |
9,42 |
Angaben für 1991 bis 1998:
Nordsee-Kalender '91 - '98, 42.-50. Jahrgang, Bremerhaven 1991-1998

Kommunalwahl 2001
Keine Veränderung der
Mehrheitsverhältnisse in Padingbüttel.
| SPD
521 Stimmen
6 Sitze |
Helwig
Tepke (190)
Harm-Hendrik Siebs (64)
Christoph Rollewagen (51)
Hans Mattulat (37)
Erhard Meyer (37)
Lothar Götz (35)
|
|
CDU
291 Stimmen
3 Sitze
|
Eide
Lübs (144)
Heinz Luther (74)
Reiner von Glahn (37) |
Kreisanzeiger, 12. September
2001

Boden und Bodenbewertung (Padingbüttel
und angrenzende Gemeinden)
Maritime Flachlandregion mit
mittelfeuchtem Klima (Jahresniederschläge mittel bis hoch mit 650-800mm). Hohe
relative Luftfeuchtigkeit (Jahresdurchschnitt 83%) und mittlere bis hohe
Jahresdurchschnittstemperatur von über 8 Grad (mit geringen
Jahrestemperaturschwankungen von 15,8 Grad). Starke Winde, zum Binnenland
abnehmend. Wasserbilanz mit hohem Wasserüberschuss (300-400 mm/Jahr) bei sehr
geringem Defizit im Sommerhalbjahr (<50 mm). Lange Vegetationszeit
(durchschnittlich 225 Tage/Jahr).
Das Relief ist im
Küstenbereich niedriger als 2 m über NN. Im Padingbütteler Marschengebiet
bedeichte, feuchte, meist gut wasserdurchlässige, grundwasserbeeinflußte,
fruchtbare, Schluff- und Tonböden, verbreitet mit Salzwasser im Untergrund. Im
Padingbütteler Außendeichland feuchte und nasse, meist salzhaltige, häufig
überflutete, Schluff- und Tonböden.
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Ort |
Landwirtschaftliche
Vergleichszahl (LVZ) |
Entsprechender Hektarwert |
|
Padingbüttel |
43,3 LVZ |
1.613,-- DM/ha |
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Misselwarden |
44,6 LVZ |
1.661,-- DM/ha |
|
Dorum |
42,2 LVZ |
1.572,-- DM/ha |
|
Mulsum |
32,2 LVZ |
1.199,-- DM/ha |
Klaus Reddig, in: Land
Wursten, Bilder aus der Geschichte einer Marsch, Bremerhaven 1988

Viehbestände in Padingbüttel
|
Jahr |
Rinder insgesamt |
davon Kühe |
|
1961 |
1.301 |
394 |
|
1979 |
1.729 |
639 |
Klaus Reddig, in: Land
Wursten, Bilder aus der Geschichte einer Marsch, Bremerhaven 1988

Windpark Padingbüttel
Die Nordsee-Zeitung sprach von
einem "Windpark der Superlative". Er wurde Ende Mai 1993 in Padingbüttel in
Betrieb genommen. Dieser bisher größte Windpark an der niedersächsischen
Nordseeküste kostete 12,8 Millionen Mark und erzeugt mit seinen zehn
Windenergiemühlen 4,8 Megawatt. Das entspricht einer Jahresleistung an Energie
von zehn Millionen Kilowattstunden. Eine Anlage ist 35 Meter hoch, der
Rotordurchmesser beträgt 37 Meter. Der erzeugte Strom wird in das Netz des
Überlandwerks Nord-Hannover eingespeist.
Nordsee-Kalender '94, 46.
Jahrgang, Bremerhaven 1994


Chronologie der Sturmfluten
Padingbüttel und andere
Ortschaften des Landes Wursten wurden etliche Mal von schweren Sturmfluten
heimgesucht, die beträchtliches Leid und enormen Schaden verursachten. Von der
Zeit vor 1219 gibt es kaum Aufzeichnungen.
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Jahr |
Sturmflut |
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1164 |
17. Februar,
"Julianenflut". |
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1219 |
16. Januar,
"1. Marcellusflut", nachdem Tausende ertrunken waren, setzte eine große
Auswanderungswelle ein. |
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1277 |
24. / 26.
Dezember, "1. Weihnachtsflut", 30 Dörfer versinken in den Fluten. |
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1362 |
16. Januar,
"Grote Mandrenke" bzw. "2. Marcellusflut", an der gesamten Küstenlinie
ertranken ungefähr 100.000 Menschen, davon 7600 in Nordfriesland. Entstehung
von Dollart und Jadebusen. |
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1511 |
Antoni- oder
Eisflut |
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1570 |
1. November,
"Allerheiligenflut" bzw. "Kleine Sündflut", schwere Zerstörungen an Deichen
und Dämmen im Land Wursten mit Auswirkungen bis in die benachbarte Geest. |
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1630 |
Sommerflut
während der Erntezeit. |
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1634 |
11. / 12.
Oktober, "2. grote Mandrenke" bzw. "Oktoberflut", 50.000 Stück Vieh
ertranken, große Teile der Marschgebiete mußten preisgegeben werden und
wurden später ausgedeicht. |
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1651 |
Petriflut |
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1685 |
Catharinenflut |
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1717 |
24. / 25.
Dezember, "2. Weihnachtsflut", im Land Wursten ertranken 103 Erwachsene, 88
Kinder, 220 Pferde, 587 Rinder, 1210 Schafe, 544 Schweine. Zerstört wurden
58 Wohnhäuser und 55 Scheunen. Noch monatelang stand das Salzwasser über
Wiesen und Weiden. |
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1825 |
4. / 5.
Februar, "Februarflut", in den Fluten ließen ihr Leben 789 Menschen und 4500
Stück Vieh. 2400 Gebäude wurden völlig zerstört. Gegen zwei Uhr morgens
schlug der Blitz in den Padingbütteler Kirchturm und zündete. Im Nu stand
der Turm in hellen Flammen und verkündete wie ein riesige Fackel das
drohende Unheil dieser verhängnisvollen Nacht. |
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1953 |
1. Februar,
besonders schlimm betroffen sind England und Holland, hier wurden die bis
dato höchsten Wasserstände an der Küste gemessen. |
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1962 |
16. / 17.
Februar, "Jahrhundert-Flut", höchste seit Menschengedenken je gemessene
Sturmflut an der niedersächsischen Küste bis hinein nach Hamburg. Der
Padingbütteler Deich war seewärts mit bombentrichterähnlichen Löchern im
Ausmaß von 10 bis 20 qm und einer Tiefe von 0,5 bis 1 m zerfurcht, hielt
aber stand. |
Wurster Deich -
16./17. Februar 1962:

Foto aus: Dircksen, Jens u. Dircksen,
Claudia, Land Wursten - Bilder aus der Geschichte einer Marsch, Bremerhaven
1988.
| Alle Angaben ohne Gewähr |
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